Psychologische Betreuung nach Brandfällen
Die Feuerwehr als Retter in der Not
Ein Brandfall ist ein schlimmes Ereignis für die Betroffenen, es kann Tote und hohe Vermögensverluste geben. Immaterielle Schäden können ebenso auftreten und diese sind unersetzlich. Da die Feuerwehr als erstes zur Stelle ist, muss sie psychologische Unterstützung leisten.
Sobald der Brand gelöscht wurde, gilt es die Überlebenden zu beruhigen. Todesfälle sind bei schweren Bränden keine Seltenheit und es ist gut möglich, dass ein Kind soeben seinen Vater verloren hat. Damit die Feuerwehrmänner für solche Fälle gewappnet sind und es nicht etwa zu Selbstmorden oder überstürzten Rettungsversuchen im brennenden Haus kommt, müssen die Opfer sofort betreut werden.
Die Bekanntschaft mit der Feuerwehr ist eine von vielen, die die Menschen vor Ort durchmachen müssen. Wenig später folgen Krankenwagen, die sich um körperliche und auch geistige Schäden professionell kümmern. Bei den ganzen Polizisten kann sich ein Opfer wie ein Schuldiger vorkommen und das darf auf keinen Fall eintreten. Denn wenn jemand ohne Absicht das Feuer verbrochen hat, aber plötzlich Angst bekommt im Gefängnis leben zu müssen, kann ein Selbstmord die Folge sein.
Sobald das Feuer gelöscht wurde, steht ein verkohltes schwarzes Haus da. Die Feuerwehr kümmert sich um die Absicherung des Hauses und der Suche nach Überlebenden. Hierbei ist auf Menschen zu achten, die aus Panik in das Haus stürmen und versuchen andere zu finden. Doch dabei begeben sie sich in Lebensgefahr, da der Boden einstürzten kann.
Die Feuerwehr muss vor allem sofort und gegen Ende psychologische Betreuung leisten.
Die Macht von Worten
Psychologische Hilfe sollte auf keinen Fall ohne Kenntnisse angeboten werden. Der Feuerwehrmann sollte sich davor intensiv mit dem Thema beschäftigen.
Grundlegend sollte den Opfern zuerst Mut und Zuversicht zugesprochen werden. Sie sollen sich beruhigen und der Puls muss runterkommen, damit es zu keinen unüberlegten Aktionen kommt. Auf eventuelle Panikattacken ist zu achten, da bei älteren Leuten ansonsten ein Schlaganfall oder Kollaps auftreten kann. Manche Menschen sehen ihr Haus brennen, für das sie viele Jahr gearbeitet haben. Verlustängste sind völlig normal und müssen sofort ausgeredet werden. Wenn ein Todesfall vorliegt, muss sich der Betroffene wieder auf Singlesuche begeben. Darüber sollte aber auf keinen Fall offen gesprochen werden. Es muss mit Tränen gerechnet werden.
Bei der Argumentation sollte auf die Ebene des Betroffenen geachtet werden. Wenn er emotional wird, sollte mit positiven Emotionen der Beruhigung reagiert werden. Sachliche Diskussionen sollen auch sachlich geführt werden. Hierbei neigen Frauen eher zu übertriebenen emotionalen Reaktionen, während Männer natürlich auch emotional reagieren, aber vor allem ihr Geld schwinden sehen. Ein Todesfall erfordert hingegen immer eine besondere Antwort und sollte lieber den ausgebildeten Ärzten vor Ort überlassen werden. Falls diese noch nicht zur Stelle sein sollten, muss der Feuerwehrmann wie eine Art großer Bruder für den Betroffenen sein. Er muss ihn trösten und ihm den rechten Weg weisen. Der Betreuer sollte den Emotionen der anderen Person freien Lauf lassen, bei Bedarf gerne auch in den Arm nehmen. Körperliche Annäherungen sollten nur erfolgen, wenn diese vom Opfer ausgehen.
Auch Helden brauchen Hilfe
Die Feuerwehr sollte den Kampf gegen das Feuer nicht alleine führen. Beim psychologischen Part ist es zu empfehlen, die nahen Angehörigen zu benachrichtigen. Diese sollten in den Prozess eingebunden werden, da sie seelische Unterstützung leisten können. Eine Umarmung mit einem Feuerwehrmann kann für eine kleine schwache Frau zwar hilfreich sein, aber mit dem Bruder der um die Ecke wohnt, ist es gleich viel schöner.
Falls die große Liebe im Feuer umgekommen ist, kann der Verwandte besseren Beistand bieten. Er kann sich mit der Polizei vor Ort um eventuelle Versicherungsschäden kümmern, für die das Opfer momentan nicht wirklich in der Lage wäre. Alle weiteren persönlichen Infos können ebenso geklärt werden.