Feuerwehr- Hilfe, nicht nur wenn es brennt

Die meisten haben schon einmal die Sirenen gehört, wenn die Feuerwehr ausrückt und kennen auch das mulmige Gefühl, welches manchmal dabei entsteht. In den meisten Fällen ist der erste Gedanke, dass irgendwo etwas brennt. Die Feuerwehr rückt jedoch nicht nur im Brandfall aus, sondern kommt auch bei Unfällen, Überschwemmungen und anderen Naturkatastrophen zum Einsatz. Der wichtigste Leitsatz beim Einsatz der Feuerwehr ist die Rettung von Leben.
Statistiken zeigen, dass die Einsätze der Feuerwehr zur Brandbekämpfung in den letzten Jahren enorm abgenommen haben, da auch die Zahl der Brände stark zurückgegangen ist. Somit übernimmt die Feuerwehr vermehrt Aufgaben, die eigentlich nicht in ihr Tätigkeitsfeld fallen. Welche dies sind, ist jedoch von Land zu Land verschieden. Um sich vor allem in der Europäischen Union überall zurechtzufinden und im Notfall schnell Hilfe holen zu können, haben sich die Staaten auf einen Euronotruf geeinigt. Unter 112 werden in ganz Europa Notfallmeldungen entgegen genommmen und von dort aus an die richtigen Stellen weitergeleitet.
Die Organisation der Feuerwehr ist in den einzelnen Staaten unterschiedlich geregelt. In Deutschland wird der Bedarf an Brandschutz hauptsächlich durch die Freiwilligen Feuerwehren abgedeckt. Andere Staaten operieren vorwiegend mit hauptamtlichem Personal. In der Schweiz gibt es sogar eine allgemeine Feuerwehrpflicht für Männer und Frauen. Die Jugendarbeit, die die Feuerwehr betreibt, ist für die heutige Gesellschaft von enormer Bedeutung.

Anfänge der Feuerwehr

Brände begleiten das Leben der Menschen schon seit Urzeiten. So ist es nicht verwunderlich, dass schon im alten Ägypten die ersten organisierten "Feuerwehren" nachweisbar sind. Schon in vorchristlicher Zeit zogen immer mehr Menschen in die Städte. Die Bautätigkeit nahm zu und die Gebäude wurden immer zahlreicher und auch größer. Die Folgen eines Feuers wurden somit immer verheerender. Die engen Gassen führten dazu, dass sich so ein Feuer in der Stadt rasent schnell ausbreitete.
Die erste richtige Feuerwehr wurde im Jahre 21 vor Christus gegründet und bestand aus etwa 600 Sklaven. Im Laufe der Zeit wurde der Brandschutz dann immer weiter ausgebaut und schon im Mittelalter musste jede Gemeinde einen funktionierenden Brandschutz haben. In dieser Zeit entwickelten sich auf die ersten Berufsfeuerwehren. Zu diesen Zeiten war die Ausrüstung der Feuerwehr noch sehr spartanisch. Vorwiegend versuchten sie mit Eimern, Leitern und Einreißhaken das Feuer einzudämmen und zu löschen.
Im 17. Jahrhundert wurde der Schlauch entwickelt, der bis heute eine wichtige Rolle für die Arbeit der Feuerwehr spielt. Mit der weiteren Technologisierung wurde auch die Feuerwehr immer besser ausgestattet.

Kameradschaft und Teamgeist- dann ab zur Feuerwehr

Wie viele andere Organisationen, die sich aus freiwilligen Helfern zusammensetzen hat auch die Feuerwehr mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Somit wird es immer wichtiger für die Arbeit und die Wichtigkeit der Feuerwehren vor allem bei Jugendlichen Werbung zu machen, um sie für diese Sache zu begeistern.
Einige Gemeinden bieten Kinderfeuerwehren an, um schon die Kleinsten mit den Aufgaben vertraut zu machen. Ab dem entsprechenden Alter können sie dann mit der Ausbildung zum Feuerwehrmann beziehungsweise zur Feuerwehrfrau beginnen. Bei der Feuerwehr bekommen sie nicht nur das technische und handwerkliche Können, um mit Bränden und Notsituationen umzugehen, sondern es wird vor allem das Arbeiten im Team geübt. Die Kinder und Jugendlichen lernen, Verantwortung zu übernehmen und sich aufeinander zu verlassen. Vor allem lernen sie von Anfang an, was es für Auswirkungen hat, wenn einer im Team seiner Aufgabe nicht nachkommt. Des Weiteren stärkt so eine wichtige Aufgabe das Selbstbewusstsein junger Menschen.
Diese Fähigkeiten können den Jugendlichen auch bei der späteren Berufswahl helfen, denn die meisten Betrieben setzten gerade diese als sogenannte Schlüsselqualifikationen voraus. Zudem wird es immer wichtiger, bei Jugendlichen die Bereitschaft für freiwilligen Dienst zu schaffen, denn angesichts immer knapper werdender Kassen kommt diesen Diensten eine steigende Bedeutung zu.